Fuego del Norte
09.03.2026

Augen auf beim Hundekauf!

Der Markt boomt.

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Ein Artikel auf MSN (Microsoft Network), eine von Microsoft betriebene Nachrichtenplattform.

Den von Martin Rütter angesprochenen Artikel, können wir nicht nur nachvollziehen, sondern mit kräftigem Nicken bestätigen.

„Das ist grob fahrlässig!“: Martin Rütter platzt bei diesem Hundetrend der Kragen

„Seit über 25 Jahren setzt sich Martin Rütter für das harmonische Miteinander von Mensch und Hund ein. In seiner neuen Live-Show „Der will nur spielen!“ begeistert er die Zuschauer mit Witz und Wissen rund um das Thema Erziehung von Vierbeinern.

Doch ein aktueller Trend geht dem Hundeprofi richtig gegen den Strich, wie er jetzt in einem Interview verraten hat: Es ist der Doodle-Boom.

Der Doodle-Wahn: Allergikerfreundlich oder Marketing-Gag?

Ob Labradoodle, Golden Doodle oder Schnoodle – immer mehr Menschen wollen einen vermeintlich „allergikerfreundlichen“ Designerhund. Mit dem Ergebnis: „Die Leute kreuzen in jede Rasse einen Doodle rein“, erklärt Martin Rütter im Gespräch mit abendzeitung-muenchen.de.

In seinen Augen jedoch handelt es sich hier schlicht und ergreifend um „reines Marketing“. Und das ist für ihn einfach „grob fahrlässig“.

Der Gedanke dahinter: Das Versprechen, dass Doodle ohne Wenn und Aber für Allergiker geeignet wären, geht schlicht zu weit. Derartiges kann man nicht garantieren. Zudem ist das Ergebnis von Kreuzungen immer ein Stück weit unberechenbar und solche Hunde können durchaus gesundheitliche Probleme mitbringen.

Wenn Mode auf Tierwohl trifft – und verliert

Während Doodle-Vermehrer mit vermeintlichen Vorteilen werben, häufen sich die Fälle von überforderten Besitzern, die mit dem Wesen und den Bedürfnissen ihres „Modehundes“ nicht klarkommen.

So ein Trend habe allerdings auch etwas Positives, wie Rütter, der sich selbst als „sehr wissenschaftlich orientiert“ sieht, etwas lakonisch im Interview anmerkt. Auf diese Weise gehen ihm nicht die Themen aus...

Für den Hundeprofi steht fest: Wer einen Hund will, sollte sich nicht von Trends, sondern vom Tierwohl leiten lassen.“

Die Preise bei solchen „Züchtern“ bewegen sich im Mittel bei bis zu 4.000 €. Die Preise, die aktuell für einen Welpen verlangt werden, dessen Züchter weder einer Prüfung/Kontrolle unterliegt noch deren Eltern irgendwas haben, sind völlig absurd, denn es handelt sich selbst bei reinrassigen Eltern in diesem Fall einfach um Mischlinge und so mag jeder selbst beurteilen, was so ein Mischling kosten kann. Sicher nicht 4.000 €.

Erliegen Sie nicht dem Wunsch nach einem Welpen um jeden Preis, lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen und kaufen Sie nicht solche Welpen, die im Preis hoch über den VDH Züchter-Welpen angeboten werden - das ist es nicht wert.

Suchen Sie sich ihren Züchter, sprechen Sie mit mehreren, entscheiden Sie sich und warten Sie, denn dann haben Sie die Chance, alles so gut wie irgend möglich zu machen. Nachfrage regelt das Angebot und hier den Preis und wer so kauft, trägt nur seinen Teil dazu bei, dass sich Zucht ohne Verein lohnt und dass auch die VDH Züchter dann ihre Preise anheben müssen.

Wir leben lieber mit den Hunden als von ihnen, wie es so einige dieser Züchter augenscheinlich tun oder tun möchten.