Inzuchtdepression
Was ist Inzuchtdepression?
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Ein Artikel des Royal Kennel Club, den man aufmerksam lesen sollte, weil er ein Grundproblem in der Zucht anspricht:
„Was ist Inzuchtdepression?
Die neueste Infografik unserer Bildungsreihe Small Populations Project untersucht eine der langfristigen Folgen der Ansammlung von Inzucht: Inzuchtdepression.
Inzuchtdepression ist der allmähliche Verlust von Gesundheit, Fruchtbarkeit und allgemeiner Fitness, der auftreten kann, wenn verwandte Hunde über Generationen hinweg wiederholt gezüchtet werden. Oft beginnt es mit subtilen Veränderungen wie kleineren Wurfgrößen, verringerter Überlebensfähigkeit oder zunehmenden Gesundheitsproblemen.
Wichtig ist, dass Inzuchtdepression nicht durch ein einzelnes Krankheitsgen verursacht wird und nicht vollständig durch Gesundheitstests allein verhindert werden kann. Es handelt sich um eine Folge der geringeren genetischen Vielfalt auf Populationsebene.
Die Erhaltung der genetischen Vielfalt und das Vermeiden unnötig enger Paarungen helfen, diese Risiken zu verringern und Fortpflanzungsmöglichkeiten für zukünftige Generationen zu erhalten“.
Damit wird in dem Artikel nicht nur allein die genetische „Verarmung“ einer Rasse gemeint, sondern das Tun des Züchters, um dieser entgegen zu wirken. Dazu gehört es, VOR einer konkreten Wurfplanung den Stammbaum der eigenen Hündin und des Deckpartners zu identifizieren.
Eine Zuchtentscheidung betrifft nicht nur den einzelnen Wurf und die daraus hervorgehenden Welpen. Werden aus diesen Hunden später wiederum Zuchttiere, können sich die genetischen Folgen über mehrere Generationen fortsetzen mit entsprechendem Schaden für die Rasse. Deshalb trägt jede einzelne Verpaarung Verantwortung.
