Trainingsideen für draußen
Jetzt geht es ab in das Frühjahr.
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Nach den Temperaturen vor zwei Wochen ist es wirklich angenehm, die Sonne auf der Haut zu spüren.
Der Frühling ist eine wunderbare Zeit, um wieder aktiv Zeit mit den Hunden draußen zu verbringen.
Selbst kurze, gezielte Aktivitäten können eine große Wirkung auf die geistige und körperliche Auslastung des Hundes haben und bieten eine gute Möglichkeit, den Hund zu fordern und zu fördern.
Wir möchten hier Richtungsarbeit und Formläufe näherbringen, um die Steuerbarkeit des Hundes zu verbessern.
Diese Übungen sind perfekt, um regelmäßig kleine Trainingseinheiten einzubauen, die zur geistigen Stimulation beitragen.
Ein paar Minuten hier und da summieren sich schnell und können den Unterschied machen, ob der Hund ausreichend ausgelastet ist oder nicht. Ein weiterer Vorteil dieser kurzen Übungen ist, dass sie leicht in den täglichen Ablauf integriert werden können, ohne großen Aufwand oder Vorbereitung. Ob nach dem Frühstück, in der Mittagspause oder vor dem Schlafengehen - jede dieser kurzen Einheiten hilft, die kognitiven Fähigkeiten des Hundes zu schärfen und seine Energie in sinnvolle Bahnen zu lenken. Die Vielfalt der Übungen sorgen dafür, dass sowohl der Geist als auch der Körper gefordert werden.
Die Übungen sind auch für ältere Hunde geeignet, die geistig aktiv bleiben sollen, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Mit ein wenig Kreativität kann man die Übungen variieren.
Hier ein wenig Theorie
Für die Richtungsarbeit benötigt man Pylonen, etc. über die man den Hund mit Vor, Herum, Links und Rechts schickt. Dazu stellen wir beliebig viele Pylonen im Abstand von etwa 10 Metern zu einem Viereck auf und stehen mit dem Hund ungefähr 5 Meter davon entfernt in Grundstellung. Von dort wird der Hund mit den Übungsvarianten Voran, links, rechts, weiter Voran, weiter rechts/links, Sitz, Platz, Steh, Herum zu den Pylonen geschickt.
Achtung: Die Richtungsangaben sollten aus Sicht des Hundes sein! Also wenn man den Hund nach rechts schicken will und er gegenüber steht ist das Kommando „links“.
Man kann z.B. den Hund an drei Pylonen vorbei und um eine Herum schicken, daneben Sitz. Oder weiter rechts um eine Pylone Herum, komm, an zwei Pylonen vorbei, ein Platz oder Steh.
Formläufe
Eine weitere Übung ist das Karree (Viereck)
Dazu stellen wir Pylonen zu einem Viereck auf. Man steht mit dem Hund ungefähr 5 Meter vom Karree entfernt in Grundstellung. Auf Kommando Voran und Steh schickt man ihn zur ersten Pylone des Karrees. Von dort wird der Hund zum Einüben des Kommandos mit Voran, Rechts, Komm, einmal um das Karree bis zur Ausgangspylone geschickt.
Hat er dies nach einigen Übungen begriffen, bekommt er nur noch das Kommando Karree und läuft schnellstmöglich und sauber sowie eigenständig die Figur ab.
Ropepulling (Seil ziehen)
Mit dieser Übung kann man ihre Fähigkeiten nutzen, was Gott ihnen in die Wiege gelegt hat.
Richtungsarbeit ist die Grundlage.
Das Ropepulling ist einfach erklärt: An einem etwa 10 bis 15 Meter langen Seil (das Seilende wird mit einem Dummy befestigt, sodass das Seilende für den Hund besser und angenehmer zu apportieren ist).
Zuerst bringt man dem Hund bei, das Seil zu ziehen und ermutigt ihn mit Zieh oder Pull, eine weitere Strecke damit zurückzulegen. Später soll er Muster ziehen. Der Widerstand, der vom schlaffen Seil ausgeht, ist anfangs noch nichts im Vergleich mit dem, was der Hund erwartet, wenn er Muster ziehen soll. Wenn er sicher greift, geht man dazu über, das Seil nun in die Hand zu nehmen und sanften Widerstand zu erzeugen. Wenn er direkt anfängt zu zerren, ihn im „Schütteln“ bremsen und er bekommt schon sein erstes Hindernis.
Man beginnt mit einen in den Boden gesteckten Weidezaun. Zuerst lässt man ihn mit dem Kommando Zieh herum um den Weidezaun ziehen. Man hält den Rest des Seils vorerst in der Hand und gibt ihm so viel Seil, wie er braucht. Das Gewicht des Seils und der Widerstand kommen erst später dazu.
Folgende Figuren gibt es beim Ropepulling: Dreieck, Raute, Acht, Polygon.
So, ganz zum Schluss kommt nun sozusagen der Stein des Weisen im Training. Man kann es als Trainingsgeheimnis schlechthin bezeichnen. Es ist der Schlüssel zu effektivem Training und wirklich zuverlässigem Verhalten.
Belohne nur das, was Du haben willst und zwar 100%ig!
Der Hund darf nur dann belohnt werden, wenn er das im Trainingsziel festgelegte Verhalten wirklich zu 100% zeigt! Der Hund ist z.B. acht von zehn Mal in der Lage, das gewünschte Verhalten zu zeigen, das wäre optimal. Es bereitet anfangs nahezu körperlich Schmerzen, nicht zu clicken, wenn das Verhalten nicht 100%ig ist. Schafft man das aber dann doch, dann kann man sich nur wundern, wie schnell die Hunde lernen! Eine Trainerin hat mal so schön gesagt: „Eigentlich belüge ich den Hund ja, wenn ich etwas clicke, was nicht 100% ist. Damit sage ich ihm, dass das ja auch in Ordnung ist“. Diese Sichtweise hat ihr sehr geholfen, klarer und konsequenter zu sein. Man hilft dem Hund nicht, wenn man „es gut meint“!
Nehmen wir ein Beispiel, was alle Hunde ziemlich gut können, ist, sich hinzusetzen. Hunde sind immer etwas variabel, er wird sich also nie immer gleich schnell hinsetzen. Hier kann ich also auf meine 100% achten. Das Kriterium wird immer weiter erhöht.
Die steigenden Temperaturen steigern auch bei Bonnie die Energie. Bonnie wird im Juni 16 Jahre alt. 16 Jahre! Meine Güte, wo ist die Zeit bloß hin?
Auch wenn sie kaum noch was hört. Aber wenn es Futter gibt, das kriegt sie mit, der Radar funktioniert:o)
Mimelchen, bleib noch weiter fit und munter.
