Fuego del Norte

Videos Trickdogging

Hier zeigen wir kreative Hundetricks, kurzweilig erklärt. Ein bunt gemischter Strauß an Tricks und Grundwissen, für jeden ist etwas dabei.

Wir hoffen, euch mit diesen Videos Anregungen und Ideen zu geben und wünschen viel Spaß und Erfolg beim Training mit eurem Hund.

Auch im Seniorenalter ist das Training enorm wichtig. Bei PDAES sind 10 Jahre oft erst der Beginn des Seniorenalters. Das Training mit Hundesenioren ist sehr wichtig, es hält die Muskulatur fit, Gelenke geschmeidig und fordert das Gehirn, was das Demenzrisiko senkt.

Ein gutes Buch über gezieltes Muskeltraining für Hunde findet ihr in „Gymnastricks“ von Carmen Mayer - Gymnastikprogramm zur Gesunderhaltung des Hundes.

Auf unserer Website Fuego del Norte - Perros de Agua Español findet ihr weitere Videos über spannende Hundesportarten.

Es erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit zu sehen, wie viel Spaß unser Nachwuchs bei dem hat, was sie mit ihren Lebensmenschen zusammen machen und wo sie mit Verstand, Herz und einem gewissen Pragmatismus das Leben mit einem PDAE in die richtige Richtung lenken.

Bei Emilia steht Action im Vordergrund. Goya ist im Vergleich zu ihrer Mama die Denkerin.

Wir üben in Abstellräumen, Keller oder Flur, damit teure Einrichtungsgegenstände nicht zu Bruch gehen, z.B. beim „Kühlschrank aufmachen“, um die „neue Küche“ vor Kratzern zu schützen.

Die Basics

Hier zeigen wir euch die absoluten Grundlagen für „Top Dog“. 

Die Basics wie das Target-Training (Pfoten- Hinterpfoten und Nasen-Target) sowie das Apportieren. Die Grundkommandos sind das Fundament, auf dem später komplexe Tricks und Übungen aufgebaut werden können.

In dem Teil im Video beim Training mit dem Futterautomaten bekommt Lia das Kommando "Tack", "Vor" und dann das Kommando "Touch“, wenn sie auf dem Handtuch ankommt.

Beim Hinterpfotentraining „Touch“ (mit dem aufblasbaren Kissen) ist das Target zunächst nur das Ziel. Emilia darf selbst entscheiden, ob sie darauf sitzt, steht oder liegt. Sie soll auf dem Target bleiben bis der Click kommt. 

Das Apportieren ist eine weitere nützliche Aufgabe und Grundlage für spannende Aufgaben. Das Apportieren werden wir hier nicht extra erklären. Sollte der Hund Schwierigkeiten haben, empfehlen wir, nach speziellen Büchern zum Thema Apportieren zu schauen, wo es ausführlich beschrieben wird.

Ein kleiner Trainingstipp zum Apportieren. Sollte der Hund dazu neigen, auf dem Gegenstand herumzukauen, dann übt man mit ihm zunächst „Pattex“. Dazu setzt man sich seitlich neben ihn und legt die offene Hand zunächst ganz kurz unter sein Kinn und belohnt ihn. Wenn man sich frontal vor ihn hinsetzt, könnte er es mit der Übung Pfötchen geben verwechseln. Jedes Mal versucht man die Hand ein bisschen länger unter seinem Kinn zu lassen. Ihn belohnen, solange die Hand noch unter dem Kinn ruht, dazu sagt man „Pattex“. Nach einigen Wiederholungen versucht man, die Hand nach der Leckerligabe drei Zentimeter tiefer zu halten. Rutscht er mit dem Kinn nach und sucht wieder den Kontakt zur Hand, belohnt man ihn. Im nächsten Schritt legt man die Hand unter sein Kinn und legt ihm mit der anderen ein Appportel ins Maul. Er kann nicht gleichzeitig sein Kinn in die Hand drücken und auf dem Gegenstand kauen.

Wichtig! Jede Übung so aufbauen, dass der Hund Erfolg hat!

Ein Wortsignal sollte man erst dann einführen, wenn der Hund das gewünschte Verhalten bereits sicher zeigt.

Der Clicker ist ideal für ein punktgenaues Timing und gibt dem Hund eindeutiges Feedback und ein Versprechen auf Belohnung (Leckerli).

Für uns ist das Training mit dem Clicker oder Markersignal der effektivste Weg, um Hunde zum Mitdenken und Verstehen anzuregen und ihnen Neues beizubringen. Der Vorteil ist, dass man so ein wenig Zeit gewinnt und beim Training kein Futter in der Hand haben muss. Denn das lenkt die Hunde meist sehr ab und hindert sie am Lernen. Nach der punktgenauen Rückmeldung hat man genügend Zeit, um in Ruhe in die Futtertasche zu greifen, um dem Hund das Leckerli zu geben.

Ein Markerwort sollte im Alltag nicht vorkommen, es muss für den Hund eine einzigartige Bedeutung haben. Also kein Wort wie „Fein“ oder „Super“, da es der Hund ständig beiläufig hört. Dadurch verliert das Wort als Marker seine Bedeutung. Wir verwenden „Yes“.

Den Clicker muss man erst „Aufladen“. Man muss dem Hund beibringen, dass das Klick-Geräusch eine Belohnung ankündigt. Man clickt einmal und gibt dem Hund ein Leckerli. Dies wiederholt man ca. 10 bis 15 mal hintereinander.

Man clickt, was man „einfrieren“ will. Wenn der Hund z.B. eine Bewegung auf Geschwindigkeit ausführen soll, ist das exakte Timing wichtig, in dem der Hund den schnellsten Punkt der Bewegung erreicht.

Das Timing beim Clicken ist entscheidend. Der Click fungiert als sekundengenaues Markersignal. Ein Hund kann Aktion und Belohnung nur in einem extrem kurzen Zeitfenster von etwa einer halben Sekunde miteinander verknüpfen. Das Clicken mit einer anderen Person ist eine effektive Methode, um das Timing zu schulen, bevor man es am Hund anwendet. Es schärft die Reaktionsgeschwindigkeit. Beim Anschauen unserer Videos ist uns aufgefallen, dass der Click bei einigen Tricks zu spät kam. Sich selbst beim Training zu filmen, ist sinnvoll um die eigenen Körpersprache zu überprüfen und Fehler zu erkennen.

Wichtig ist die Generalisierung (an verschiedenen Orten und mit variierenden Gegenständen) trainieren.

Bei der Unterscheidung von rechts und links anfangs immer nur eine Seite üben. Das gleichzeitige Üben beider Seiten überfordert den Hund, da er die räumlichen Signale noch nicht differenzieren kann.

Ideal ist auch ein Training nur mit Wortsignal durch „Einfangen“ (ohne Handzeichen oder Körperhilfen), die man mit Markerwort oder Clicker bestätigt. Wenn der Hund so gar nicht weiß, was er tun soll, kann man ihm eine Hilfe geben. Es sollte wirklich nur für die ersten paar Wiederholungen genutzt werden. Hilfen wie Futterlocken oder Sichtzeichen zügig ausschleichen, da diese sonst Teil des Signal werden. Auf Körperhaltung achten, um unbewusste Signale zu vermeiden. Ein Training nur über Wortsignal ist anfangs deutlich aufwendiger, aber wesentlich zuverlässiger, da der Hund nicht nur dem Lockmittel folgt.

Der Hund muss das Hörzeichen, also das Wort, als solches auch wahrnehmen. Das setzen wir immer so stillschweigend voraus. In Wirklichkeit achtet der Hund aber auf unsere Körpersprache. Wenn er daraus die für ihn wichtigen Informationen ablesen kann, dann bekommt er unsere Worte gar nicht mit. Deshalb ist es wichtig, dass er es alleine hört, ohne irgendwelche gleichzeitigen sichtbaren Körperzeichen. Achtet auch darauf, ein Wortkommando wirklich nur einmal zu geben. Gibt man ihm im Training ein Kommando mehrmals wiederholt, wird er es entweder gar nicht als einzelnes Wort lernen oder man bringt ihm bei, dass ein Kommando erst mehrmals wiederholt wird, bevor er es befolgt.

Wir empfehlen auch den Aufbau eines Keep-Going-Signals (KGS) als Brücke. Ein KGS (auch Weitersignal), vermittelt dem Hund „Du bist auf dem richtigen Weg“ und motiviert ihn zum Durchhalten. Man gibt dem Hund z.B. das Signal „Vor“, das KGS wird so lange wiederholt, bis man es über einen Marker auflöst. Das KGS niemals als Starsignal verwenden! Sobald er die Übung verstanden hat, reicht das Signalwort.

Schieben und Ziehen

Wir beginnen mit dem Schieben. Bei der Übung „Tür zu“ bei den Basics kam das ja eigentlich auch schon vor, ohne dass es extra erwähnt wurde.

Den Hund nochmal einen Gegenstand berühren lassen, jedoch ohne ihm ein Kommando dafür zu geben. Nun zögert man das Markersignal und die Belohnung etwas heraus. Vielleicht wird der Hund deutlicher zeigen wollen, dass er den Gegenstand berührt und macht es mit so viel Schwung, dass er sich jetzt bewegt. Dieses Verhalten markiert man sofort. Wenn er zuverlässig den Gegenstand schiebt, führt man das Kommando z.B. „Schieb“ ein. Dies generalisiert man auf möglichst viele Gegenstände. 

Trainiert man mit dem Hund viele unterschiedliche Aufgaben parallel, kann man unterschiedliche Trainingsorte als Eselsbrücken für den Hund nutzen, z.B. in der Küche übt man das Schieben und mit einem anderen Gegenstand z.B. im Wohnzimmer das Ziehen.

Einen Gegenstand ziehen

Der Hund soll lernen, etwas mit der Schnauze zu ziehen. Man befestigt ein Seil an einen Gegenstand. Zunächst belohnt man einfach das Aufnehmen des Seils, später für ein schönes Ziehen. Man kann ihn auch eine Tür schließen lassen, die er zuziehen muss. Dazu befestigt man einfach das Seil an den Türgriff und lässt ihn ziehen. Oder man lässt ihn eine Postkarte aus einem Stapel Bücher ziehen.

Kleine Tricks

In diesem Video zeigen wir euch ein paar kleine Tricks.

Sobald der Hund einige Grundtricks beherrscht, kann man mit kniffligeren Tricks darauf aufbauen. Der Hund bekommt mehr Selbstvertrauen und erweitert seinen Lernhorizont.

Auf einen Gegenstand stehen

Den Trick lernen die meisten Hunde in kürzester Zeit.

Den Hund ermuntern auf eine Box zu steigen. Verweildauer ausbauen, Abstände ausdehnen.

Am Anfang nimmt man eine große Kiste (etwa eine große Kunststoffbox). Sobald er gelernt hat, auf die Box zu steigen, ist es einfacher zu einer kleineren Box überzugehen.

Zirkuselefant

Der Elefantentrick ist eine gute Übung, um seine Hinterhand zu aktivieren.

Man benötigt einen kleinen Hocker o. Ä, auf dem der Hund bequem mit beiden Vorderfüßen stehen kann. Er wird recht zügig versuchen, seine Pfoten auf den Hocker zu stellen. Diesen Moment belohnt man. Der Hund verbleibt dabei auf dem Hocker. Man begibt sich direkt vor den Hund und bietet ihm den Handtarget auf Schnauzenhöhe mittig des Körpers an. Mehrmals Wiederholen. Nun kann man anfangen, sich langsam um den Hocker herum im Kreis zu bewegen. Zunächst nur minimal, sodass er nur den Kopf zur Seite recken muss. Dies clickt und belohnt man. 

Jetzt bewegt man sich etwas weiter vom Hund weg, in der gleichen Richtung wie zuvor. Den Handtarget mittig vor den Körper halten. Der Hund muss sich nun aktiv etwas drehen. Dabei ist es wichtig, dass man die Bewegung der Hinterhand clickt. Man schaut dazu am besten auf den Hintern des Hundes. Sobald sich dieser seitwärts bewegt, clicken und belohnen.

Bewegt sich die Hinterhand des Hundes nicht, hilft man ihm, indem man die Targethand in Richtung seiner Schulter führt. Dieser Bewegung sollte er folgen und muss somit unwillkürlich seine Hinterbeine bewegen.

Zudecken

Der Hund deckt sich selbst zu. Man legt eine Decke auf den Boden, er legt sich darauf, fasst einen Zipfel, macht eine Rolle und dreht sich so selbst in die Decke ein.

Dafür sollte er gelernt haben, einen Gegenstand im Maul festzuhalten. Die Schwierigkeit liegt dann in der Steigerung der Anforderung. Er soll nicht nur etwas mit dem Maul halten, sondern zusätzlich noch ein weiteres Signal ausführen, ohne das erste zu beenden. Zudem muss er noch eine Rolle auf Signal ausführen können.

Zunächst legt man eine ausreichend große Decke auf den Boden. Damit der Hund die Ecke, die er nehmen soll, leichter fassen kann, kann man auch einen Knoten hinein machen. Den Hund so ablegen, dass sein Kopf an der Seite mit dem Knoten liegt. Darauf achten, dass er nicht ganz, sondern erst ab etwa Schulterhöhe auf der Decke liegt, sonst könnte er erschrecken, weil er beim eindrehen nichts mehr sieht. Mit dem Signal, das man für das Nehmen eines Gegenstands aufgebaut hat, ermuntert man ihn nun, den Zipfel zu fassen. Einen kurzen Augenblick warten, dann markieren und belohnen. Dies einige Male wiederholen, dann gibt man ihm das Signal für die Rolle.

Im Idealfall hat der Hund den Zipfel im Maul, dreht sich damit und ist so zugedeckt. Dann markert und belohnt man überschwänglich, denn das ist wirklich eine gute Leistung.

Klappt es nicht, übt man zunächst noch einmal das Festhalten von Gegenständen in Kombination von anderen Signalen.

Gegenstände benennen (Wörter lernen)

Man verknüpft das Wort mit dem jeweiligen Gegenstand (Spielzeug). Man beginnt immer nur mit einem Spielzeug. Man spielt kurz mit dem Spielzeug, benennt es beim Spielen beim Namen, wenn er es im Maul hat, bzw. das Zupacken. Also in der Sekunde des Zugreifens benennt man das Spielzeug. Das exakte Timing ist hier der Schlüssel. Wenn der Hund das Spielzeug kennt, legt man es aus und gibt das Hörzeichen.

Erst wenn der erste Name sicher sitzt, nimmt man ein zweites Spielzeug hinzu. Nun legt man beide Spielzeuge zusammen aus. Man kann ihm helfen, indem man ein Spielzeug deutlich näher legt. Hilfen abbauen. Mit weiteren Spielzeugen auf das jeweilige Wortsignal trainieren.

Das perfekte Apportieren ist bei diesem Trick zweitrangig. Wir legen hier den Fokus auf das Anzeigeverhalten und clicken die erste Berührung. Der Hund soll das richtige Spielzeug (durch berühren mit der Nase oder aufnehmen) anzeigen. Es besteht sonst die Gefahr, dass er das Spielzeug fallen lässt, um ein anderes aufzunehmen. Am Anfang reicht es auch, wenn der Hund das richtige Spielzeug nur anschaut oder sich mit der Nase nähert. Genau in diesem Moment clickt man.

Hol das Gleiche

Man kann dem Hund auch beibringen, dass er das bringen soll, was man ihm als Startsignal vor die Nase hält. Dazu benötigt man ein zweites identisches Spielzeug. 

Auch hier nicht den Fokus auf das perfekte Apportieren legen.

Geruchsunterscheidung

In dieser Übung wollen wir Gerüche unterscheiden lassen. In z.B. Marmeladegläser kann man Löcher in die Deckel bohren, um sie als Geruchsdosen zu verwenden. Durch die Löcher kann der Hund riechen. Für den Einstieg kann man verschiedene Teesorten nehmen.

Zunächst trainiert man die Anzeige, z.B. Kamille. Bei Kamille soll der Hund liegen. Der Gegenstand ist also eine mit Kamille gefüllte Dose. Legt er sich zuverlässig bei der Kamillendose hin, kommt als Nächstes eine neutrale Dose dazu. Diese stellt man zunächst weiter weg auf, so dass er wahrscheinlich die gefüllte Dose wieder anzeigt und keinen Fehler macht. Dies übt man in verschiedenen Variationen.

Allmählich werden die beiden Dosen nebeneinander aufgestellt. Wenn er sich bei der neutralen Dose hinlegt, wird er nicht belohnt. Bei der Kamillendose gibt es eine ganz besondere Belohnung. Man übt so lange, bis er in acht von zehn Durchgängen die richtige Dose anzeigt.

Jetzt kommt eine zweite neutrale Dose dazu. Man kann mit so vielen neutralen Dosen ergänzen, wie man möchte.

Die Reihe weit genug auseinander stellen, so dass die Anzeige des Hundes eindeutig ist.

Wenn man sicher ist, dass der Hund den richtigen Geruch anzeigt, führt man ein Kommando ein, z.B. „Such Geruch“.

Man muss gut darauf achten, dass die neutralen Dosen wirklich neutral sind, also keinen Kamillengeruch aufweisen. Man muss sorgfältig mit dem Geruch umgehen (nicht kleckern!), z.B. eine Dose mit rechts, die andere mit links anfassen und nach der Gabe von Leckerlis die Hände waschen.

Als nächstes kann man noch in die anderen Dosen andere Teesorten einfüllen und den Hund den Kamillentee (oder andere Teesorten anhand einer Geruchsprobe) aus mehreren Sorten heraussuchen lassen.

Auf diese Art und Weise kann man dem Hund einen weiteren oder noch mehr Gerüche beibringen, um dann wieder zu testen, ober er es wirklich versteht.

Auch das Arbeiten mit einem Geruchstarget ist eine gute Methode, um Hunde gezielt auf die Nasenarbeit vorzubereiten. Dabei lernt der Hund, seine Nase bewusst einzusetzen.

Verhaltensketten

Hier findet ihr die erlernten Einzelsignale der „Basics“, zu einer fließenden Abfolge (Kette) kombiniert. Eine Verhaltenskette (Chaining) ist die Aneinanderreihung verschiedener Einzelschritte, die durch ein Startkommando ausgelöst wird.

Im ersten Teil findet ihr das Target Training, Ziehen und Apportieren.

Im zweiten Teil des Videos liegt eine Kombination aus zwei Grundkommandos zugrunde: dem Apportieren und dem Aufräumen (Gegenstände in einen Behälter legen).

Wäsche abnehmen

Wer hätte nicht gerne hin und wieder einen Helfer im Haushalt? Der Hund lernt mit diesem Trick, Wäsche vom Wäscheständer abzunehmen und gleich noch in den Wäschekorb zu legen.

Um die Handlungskette - Wäsche abnehmen und in den Korb legen - möglichst sicher aufzubauen, beginnt man mit dem Einräumen der Wäsche in den Korb. Dazu setzt ihr euch auf den Boden und stellt den Korb frontal vor euch und davor legt ihr die Wäsche (z.B. Socken), die der Hund einräumen soll. Der Korb sollte am Anfang immer zwischen euch und dem Hund stehen. Man erklärt dem Hund von Anfang an, dass das Herausnehmen von Wäsche aus dem Korb falsch ist und nicht zum Erfolg führt.

Ermuntert ihn, die Socke zu bringen, haltet eine Hand am Korb, streckt die Hand nach der Socke aus, sobald er über dem Korb steht. Haltet sie jedoch so schräg, dass die Socke an eurer Hand entlang in den Korb rutscht. In diesem Moment markiert und belohnt ihr. Klappt es gut, kann man dazu übergehen, die Socke in immer größerer Entfernung abzulegen. Führt dann ein Signal ein, z.B. Wäsche einräumen. Wenn es sicher klappt, dass der Hund die Socke aus einiger Entfernung holt, kann man nach und nach die Entfernung vergrößern, damit der Hund nachher selbsttätig die Wäsche abnehmen und dorthin bringen kann.

Nun legt man die Socke über eine der Wäscheleinen und zwar so, dass sie gerade so hängen bleibt. Lasst ihn die Socke holen, um sie in den Korb zu räumen. Wenn die Socke so hoch aufgehängt ist, dass er die Vorderbeine vom Boden heben muss, um heranzukommen, kann es sein, dass er die Situation als nicht lösbar beurteilt. Versucht es dann mit einem langen Kniestrumpf, den er besser erreichen kann und verkürzt diesen durch Umkrempeln von Mal zu Mal, sodass er sich immer ein wenig mehr strecken und anstrengen muss, um heranzukommen.

Zum Schluss kommen die Wäscheklammern dazu. Hängt die Socke so auf, dass sie nicht von beiden Seiten der Klammer umschlossen wird, sondern nur von einer. So löst sie sich leichter und hängt zudem etwas tiefer. Achtet darauf, dass der Wäscheständer immer stabil steht und der Hund nicht so fest zieht, dass er ihn dabei umreißt.

Man kann dem Hund auch beibringen, Wäsche und Wäscheklammern in zwei verschiedene Körbe zu sortieren.

Action Tricks

Bounce, Gegenstand umrunden und etwas Frisbee-Action

Umrunden

Auf Signal den Hund um ein Hindernis (z.B. Tonne) schicken. Man beginnt mit einem kleinen Hindernis, z.B. einer Pylone. Man clickt, wenn der Hund richtig schön im Tempo den Gegenstand umrundet. Bei den ersten Durchgängen gibt man dem Umrunden noch keinen Namen. So wird vermieden, dass der Hund eventuelles Fehlverhalten mit dem Kommando verknüpft. Die Führhilfe mit der Hand baut man ab. Die beste Verknüpfung zwischen Verhalten und Laut-Kommando machen Hunde in der Regel, wenn man das Wort im ersten Viertel der Umrundung sagt. Der nächste Schritt ist der langsame Aufbau des Abstandes zum Gegenstand. Man entfernt sich Schritt für Schritt immer weiter von der Tonne. Jeder Zentimeter Abstand vom Objekt macht es schwieriger für den Hund. 

Ein Aufbau für beide Richtungen ist sinnvoll. Das Training für rechtsherum und linksherum an verschiedenen Tagen üben, um Verwirrung beim Hund zu vermeiden. Daher trainiert man immer nur eine Seite. Das Training festigt sich besser im Gedächtnis, wenn die Bewegung eindeutig und wiederholbar bleibt. Wenn der Hund die Richtungen noch nicht sicher unterscheiden kann, führt ein ständiger Wechsel oft zu Verwirrung.

Hürdenspringen

Das kleine G-eislein Guapa fliegt über die Hürden

Dog Diving (Dock Diving)

Solana (Ella) springt von einem Steg ins Wasser

Skateboard fahren

Lilly (Hilda) beeindruckt mit einem coolen Trick: Skateboard fahren

Skateboard fahren ist eine hervorragende Möglichkeit, das Körperbewusstsein, die Koordination und das Selbstvertrauen des Hundes zu stärken. Durch das Ausbalancieren auf dem wackeligen Untergrund werden gezielt die Tiefenmuskulatur und der Gleichgewichtssinn trainiert. 

Jeder Hund lernt es anders und in seinem eigenen Tempo. Im ersten Schritt muss sich der Hund an das Skateboard gewöhnen. Manche Hunde sind verunsichert, wenn sich plötzlich der Untergrund bewegt. Auf einem Teppich rollt das Board nicht so schnell, der Hund kann sich besser an die Bewegung gewöhnen und fühlt sich sicherer. Man stellt das Board vor den Hund und belohnt ihn, wenn er es berührt oder anderweitig agiert. Den Hund belohnen, während man es vor und zurück bewegt. Dadurch macht er positive Erfahrung mit jedem Geräusch der Bewegung. Bevor man mit dem Training beginnt, blockiert man die Rollen z.B. mit einem kleinen Kissen. Als nächstes hält man das Board fest und lockt ihn darauf. Man belohnt alle Bemühungen, bei denen er eine Pfote draufsetzt. Weiter geht es mit zwei Pfoten, bis alle vier Pfoten auf dem Skateboard sind. Wenn er beide Vorderpfoten auf dem Board hat, kann man die Blockierung lösen. Den Hund belohnen, wenn er auf dem Skateboard bleibt. Mithilfe des Fußes kann man nun das Board kontrolliert fahren lassen, wenn der Hund draufsteht. Im nächsten Schritt steht der Hund hinter dem Skateboard. Man hält das Board nicht fest, wenn man ihm das Kommando zum Draufspringen gibt. Nun kann man ein Kommando, z.B. „Board“ geben. Man bewegt sich auf Höhe der ersten Achse.

Futterbeutelsuche

Ein Video zur Futterbeutelsuche, das bereits auf unserer vorherigen Website zu finden war.